Schlagwort-Archive: Nachgedacht

Gefällt…

 

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Gefällt…

Hier liegen sie nun von Mensch gefällt
das Leben hat man ihnen genommen
hat nicht eins und eins zusammengezählt
ist einfach übereingekommen
sie müssen weg die stolzen Bäume

was sollen wir mit ihrem satten Grün
sie beengen nur unsere Lebensräume
und sind sie noch so gut gedieh’n
gedacht gesagt getan beschlossen
da ist der Kreis sich ganz schnell einig

bei so was da wird schnellgeschossen
da wird die Flinte schon mal gleunig
denn sonst hat sie oft Ladehemmung
wenn es ums bewahren geht
da streitet man um die Benennung

und ob Anfang vor dem Ende steht
da schlägt man sich um Nebensachen
da wird ein Furz zum Gegenstand
da könnt’ man öfter drüber lachen
wär’s nicht so schädlich für das Land.

©ee

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Getaggt mit ,

Worte.

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Menschen mit Worten zu fesseln,
ist die schmerzloseste Art
sie an sich zu binden.

Menschen mit Worten zu geißeln,
ist sie verletzen
ohne sie zu berühren.

©ee

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Momentaufnahme . . .

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Momentaufnahme . . .

Der Fluß des Lebens schlägt über die Ufer
was ist mir nur geschehen
von weit begleitet mich ein Rufer
ich höre seine Klage wehen

niemand achtet meine Wege
jeder sieht sich selber bloß
keiner pflegt die Nächstenpflege
die Selbstsucht – die wächst riesengroß

sie wiegt sich wie steinerne Blume
sie klinget wie tönernes Erz
sie bröselt wie trockene Krume
wo find’ ich ein liebendes Herz

die Alten – sie haben gemalet
die Bilder von duldsamer Fron
sie lehrten, daß stets wer bezahlet
des Schicksals genügsamen Lohn

wer nicht die Worte behütet
wer nicht erkennet den Wert
wer mit den Schätzen wütet
der lebet sein Leben verkehrt

gestern – da war’n wir das morgen
heut sind wir der Gegenwart Bild
und jeden Tag Zeit den wir borgen
der schwächet der Zukunft Schild.

©ee

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Das Leben.

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Das Leben ist ‘ne Wundertüte,
steckt voller Überraschungen –
doch was da drin, dank Himmels Güte,
ist wahrlich nicht nur gut gelungen.

Zwischen herzerfreuend’ Dingen
ist gespannt oft Stacheldraht –
drum wird nicht alles gut gelingen,
wenn sich nicht Glück mit Einsicht paart.

©ee

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Mütter …

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Mütter …

Eine Mutter fordert nicht,
eine Mutter kann nur geben –
eine Mutter ist wie Licht
in eines Kindes Leben.

Ist dieses Licht einmal erloschen –
wie abgebrannter Kerze Schein –
dann klingt es häufig abgedroschen,
aus Kindermund, das Traurigsein.

Zu Lebzeit‘ wär‘ es Zeit gewesen
zu schenken ihr der Freude Blick,
dann wär‘ gekehrt und handverlesen
ins Mutterherz die Freud‘ zurück.

Drum denkt an diese meine Worte,
ihr, die ihr noch ’ne Mutter habt –
danket ihr an jedem Orte
dafür, daß Sie euch hat gelabt.

©ee

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Morgenschübe.

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Morgenschübe.

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mit dem staccato
von gähnenden wachlauten über
noch abgedunkelte nachterinnerung
gestolpert
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dann die übergabe der töne
durch gekippte fenster
ins morgenlicht
entlassen
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brötchen und kaffeduft
umgerührt in die tageserwartung
bis das jetzt den uhrzeiger
von uns weg rückt
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als hätte es
das erwachen
eben
nicht gegeben.
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© Chr.v.M.
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Erkenntnis…

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Erkenntnis

Wir sind alle kleine Sünder
ein jeder schau mal bei sich nach
und trotzdem sind wir Gottes Kinder
er kümmert sich um unsere Sach’

ist uns auch in vielen Stunden
unseres Lebens nichts gewahr
der Herr hat immer jeden gefunden
ganz gleich an welchem Ort er war

wir können rennen – noch und noch
an Flucht ist einfach nicht zu denken
er läßt uns fallen in ein Loch
wenn wir ihm nicht die Seele schenken

und hast du dich ihm ganz ergeben
von Furcht befreit im Sonnenlicht
er führt dich sicher dann durchs Leben
zur schönsten Freude wird die Pflicht

du siehst plötzlich die grünsten Auen
siehst Menschen lachen – still vor Glück
immer möcht’st du ewig schauen
siehst stets nach vorn – und nie zurück.

© ee

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Sprachgemenge…

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Sprachgemenge…

Sonntagsreden, Sonntagspreden,
Sprachgemenge überall –
fließet hohl aus vielen Mündern
als gesalbter Wortesschwall.

Was soll uns das Getöne sagen,
welch’ Dunkel soll es uns erhellen –
ist’s nicht oft überflüssig’ Klagen
wie aufgeschreckter Hunde Bellen?

Oder ist es wirklich Antwort,
und löst die Rätsel uns’rer Zeit –
die hier und da an jedem Ort
entfachen blutig’ Zwist und Streit?

Ich glaub’ es nicht, kann nicht erkennen
daß irgendwo der Friede keimt –
seh nur die Menschheit sich verrennen
und von Profitjägern geleimt.

© ee

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Frühmorgendlich’ Werke…

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Frühmorgendlich’ Werke sind meine Stärke –

Worte die in die Welt gelangen,
wenn Tag noch vom Dunkel der Nacht umfangen.
Zeilen die vorher noch niemand gelesen,
ganz gleich auch wie lange er Mensch schon gewesen.

Texte die scheinbar vom Himmel geschwängert,
ob ihrer jungfräulich wirkend’ Gestalt,
der dadurch den Reichtum des Schöpfers verlängert
um offen zu kämpfen gegen Not und Gewalt.

Nöte zu lindern, Gewalten zu mindern
als Folgen der menschlichen Gier –
zu benennen die Leiden und Macht zu beschneiden

dafür dünk’ ich mich hier.

© ee

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Die Krone der Schöpfung …

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Die Krone der Schöpfung…

Mensch sieht sich als der Schöpfung Krone,
ohne Fehl’ und ohne Makel –
glaubt wirklich, er sei wirklich ohne
Niedertracht im Weltspektakel.

Hält sich für supertoll und friedlich,
die and’ren für dagegen schlecht –
hält eig’nes Mordgerät für niedlich
und seine Kriege für gerecht.

Die Bodenschätze des Planeten
für sein eigen Hab und Gut –
alles macht er zu Moneten,
selbst der Unterdrückten Blut.

Raubt mit Gier die festen Massen,
macht selbst vor fremdem Wort nicht halt –
schluckt ein, was er bekommt zu fassen,
das Leid der Opfer läßt ihn kalt.

Palavert ständig Riesenlügen –
erstickt an seinem Truggeschwafel,
macht selbst die dicksten Balken biegen
über reichgedeckter Tafel.

Fährt ungehindert fröhlich fort
Konflikte kräftig anzuschüren,
die Länder hier und Länder dort
in die tiefsten Krisen führen.

Auf Besonnenheit bleibt nur zu hoffen,
daß irgendwer kühlen Kopf behält –
denn sonst ist aller Ausgang offen
und es steht schlecht um uns’re Welt.

© ee

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