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Bauer Brink.

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Bauer Brink.

Liebe deinen Besitz

mehr wie dich selber,
als unantastbares Heiligtum,
sagt Bauer Brink –
ihm gehör’n tausend Felder,
und bevor er was abgibt bringt er sich um.

Liebe dich selbst

mehr wie die Liebe,
als größtes Glück auf der Erde –
sagt Bauer Brink,
der mit Hilfe der Diebe
ständig vermehrt seine riesige Herde.

Liebe das Geld

mehr wie das Leben,
es ist eine Gabe des Himmel –
sagt Bauer Brink,
bevor er gegeben
den Knechten das Brot voller Schimmel.

Liebe, wo bist du?

Ich möchte dich fühlen,
in mir da ist höllische Leere –
denkt Bauer Brink,
bevor er versinkt in den kühlen
ewigen Schlaf ohne Schwere.

©ee

Getaggt mit ,

Keine Hemmungen.

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Keine Hemmungen.

Das Sorgendenken hoch im Kopf –
stiehlt dir so manche schöne Stunde –

läßt nicht die Schmetterlinge fliegen –
sie nicht an Traumesblüten naschen –
macht nur das Gefühl verbiegen –
ist wie ein überflüss’ger Kropf.

Es trägt nicht Lächelns frohe Kunde –
läßt nicht der Liebe Kinder wiegen –
führt nicht des Glückes Glück zum Munde –
hat sich im Sinn schon oft verstiegen.

Nimm froher Lüste Hexenbesen –
halt ihn fest – mit Wollens Hand –
laß’ ihn in Gedanken lesen –
ihn fühlen mit Genußverstand.

Benutz das Schwert der eignen Süchte
als wenn es niemals stumpf gewesen
schlag’ mit ihm des Sehnens Früchte
und spüre wie das Herz genesen.

Es wirkt wie Schlaf in weichen Kissen
wie Sicherheit auf gutem Schiff
du wirst die Ängste nicht mehr missen
der Kurs führt dich um jedes Riff.

Du merkst wie alles in dir fließet
wie Sehnsucht sich im Hoffen wiegt
am toten Stamm das Leben sprießet
die Freude neue Blätter kriegt.

©ee

 

Getaggt mit ,

Das Leben.

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Das Leben ist ‘ne Wundertüte,
steckt voller Überraschungen –
doch was da drin, dank Himmels Güte,
ist wahrlich nicht nur gut gelungen.

Zwischen herzerfreuend’ Dingen
ist gespannt oft Stacheldraht –
drum wird nicht alles gut gelingen,
wenn sich nicht Glück mit Einsicht paart.

©ee

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nur hinter dem Wind.

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In unendlicher Ferne hinter dem Wind,

wo das Menschsein geboren als unschuldig’ Kind,

da ist das reine Gewissen zu finden –

da kann’s noch das freudige Sein an sich binden.

Da ist die Seele noch von reinem Geblüt,

weil sie noch nah ist an des Schöpfers Behüt.© ee

 

ewaldeden2017-06-11

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Und immer wieder…

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Und immer wieder…

Und immer wieder werd‘ ich’s schreiben
der Menschheit in ihr Stammbuch rein,
sie sollt‘ es nicht zu tolle treiben –
es könnt‘ ihr schnelles Ende sein.

Wir haben nur die eine Erde,
und die hat nur die ein‘ Natur –
und da ist wichtig was draus werde,
sonst bleibt von Menschsein keine Spur.

Es wird dann keinen Enkel geben
der seiner Ahnen gut gedenkt –
weil Menschheit um des Mammons wegen
sich selber mit Bravour gehenkt.© ee

 

ewaldeden2016-06-05

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Des Apfels Kern.

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Des Apfels Kern.

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Hilfst du dir selbst, so hilft dir Gott,
ist ein sehr oft gebrauchtes Wort.
Doch nur wenn wir in echter Not,
ist er für uns ein sicherer Hort.

Wir wäre noch im Paradies,
wenn das Gesetz wir hielten.
als Gott die Menschen einst verstieß,
war`s , weil sie damit spielten.

Wenn böse Kräfte uns bezwingen,
uns Gott die Hilfe Nicht versagt.
Doch wenn wir selbst in Not uns bringen,
hilft nichts, auch wenn man noch so klagt.

So war es Adam einst geschehen,
denn dieses ist des Apfels Kern
und wie wir selbst auch heute sehen,
ist die Zerstörungslust nicht fern.

Uns selbst zu helfen, wie wir sagen,
das scheint uns nicht der Mühe wert.
Wir sitzen hin, nur um zu klagen,
so bleibt das Paradies versperrt.

In jedem Menschenherzen wohnen
das Paradies und auch die Not.
Arbeit für`s Paradies wird lohnen,
denn aus der Not hilft uns auch Gott.

© Chr.v.M.

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Die Gier.

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Die Gier.

Die Gier ist Teil des menschlich‘ Wesen,
Geruch des Geldes liebt Mensch sehr –
er meint am Gelde zu genesen,
doch täuscht er sich da um ein Mehr.

Stets dann wenn Mensch genügend hat,
glaubt er es wäre viel zu wenig –
und setzt dann an Bescheidens Statt
die Raffgier als Moral der König‘.

In Ämtern ist es weit verbreitet,
ein solch‘ Verhalten luderlich –
gar selten jemand ein und schreitet
und macht Verhalten öffentlich.

Weil jeder, der von Amtslohn lebt,
ob Bürgermeister, ob Minister,
stets nach größ’ren Pfründen strebt –
so sind sie nun mal, die Philister.

Den Hals bekommen sie nicht voll,
sie schlucken was das Zeugs nur hält
und halten sich für obertoll –
gar für die Crem‘ von dieser Welt.

Dabei sind sie doch zumeist
nur gärend Schaum der oben treibt.
der in der Regel auch schön feist
für aller Augen sichtbar bleibt.

©ee

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Zeitmaß . . .

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Zeitmaß . . .

Sekunden sind der Zeiten Maß –
aus Minuten werden Stunden,
mal sommerhell, mal winterblaß –
die zu Tagen dann gebunden.

Aus diesem Strauß der Zeitentage –
wird ein wochengroß Bukett,
im Monatskorb der Wirtschaftslage –
oft recht mager, selten fett.

Stehn viele Körbe in der Runde –
dann ist es wohl ein volles Jahr –
und schon ertönt die laute Kunde –
vor dir war’n schon viele da.

Doch diese Vielen sind von gestern –
haben die Blüte hinter sich,
was morgen kommt, das sind die Schwestern
schaut ihnen offen ins Gesicht.

Und wenn ihr sie dann gut behandelt –
als Zeit, die sie noch vor euch liegt,
dann seht ihr, wie sie sich verwandelt
und euch als pures Glück zufliegt.

© ee

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Besinnlichkeit

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Besinnlichkeit

Seh ich ein altes Gotteshaus
oder ‘ne alte Mühle
löst es etwas in mir aus
ein Sturm sachter Gefühle

Ein Schwan auf stillbewegtem See
am Rand ‘ne dunkle Buche
von ferne äugt ein scheues Reh
ein Fuchs auf Futtersuche

Der Bauer seine Sichel schwingt
es neigen sich die Ähren
des Schäfers Ruf herüberklingt
will seine Schafe scheren

Des Imkers Pfeife lustig dampft
um ihn herum Gesumme
die Kuh am satten Grase mampft
zufriedenes Gebrumme

Am Feld – im hellen Sonnenlicht
die fleiß’gen Hände fliegen
was am Tage schlägt die Sicht
muß abends unterm Dache liegen

Doch alles liegt lang schon und weit
die Tage sind von Gestern
doch merkt es euch – und seid gescheit
sie sind der Zukunft Schwestern.

© ee

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Erkenntnis…

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Erkenntnis

Wir sind alle kleine Sünder
ein jeder schau mal bei sich nach
und trotzdem sind wir Gottes Kinder
er kümmert sich um unsere Sach’

ist uns auch in vielen Stunden
unseres Lebens nichts gewahr
der Herr hat immer jeden gefunden
ganz gleich an welchem Ort er war

wir können rennen – noch und noch
an Flucht ist einfach nicht zu denken
er läßt uns fallen in ein Loch
wenn wir ihm nicht die Seele schenken

und hast du dich ihm ganz ergeben
von Furcht befreit im Sonnenlicht
er führt dich sicher dann durchs Leben
zur schönsten Freude wird die Pflicht

du siehst plötzlich die grünsten Auen
siehst Menschen lachen – still vor Glück
immer möcht’st du ewig schauen
siehst stets nach vorn – und nie zurück.

© ee

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