Archiv der Kategorie: leise Worte

Momentaufnahme . . .

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Momentaufnahme . . .

Der Fluß des Lebens schlägt über die Ufer
was ist mir nur geschehen
von weit begleitet mich ein Rufer
ich höre seine Klage wehen

niemand achtet meine Wege
jeder sieht sich selber bloß
keiner pflegt die Nächstenpflege
die Selbstsucht – die wächst riesengroß

sie wiegt sich wie steinerne Blume
sie klinget wie tönernes Erz
sie bröselt wie trockene Krume
wo find’ ich ein liebendes Herz

die Alten – sie haben gemalet
die Bilder von duldsamer Fron
sie lehrten, daß stets wer bezahlet
des Schicksals genügsamen Lohn

wer nicht die Worte behütet
wer nicht erkennet den Wert
wer mit den Schätzen wütet
der lebet sein Leben verkehrt

gestern – da war’n wir das morgen
heut sind wir der Gegenwart Bild
und jeden Tag Zeit den wir borgen
der schwächet der Zukunft Schild.

©ee

Getaggt mit ,

Tröstlicher Abschied …

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Tröstlicher Abschied …

Wenn Leben vergeht, dann lasst es vergehen –
es geht seinen eigenen Weg –
wenn Leben verweht, dann lasst es verwehen,
baut ihm eine Brücke ins Jenseits als Steg.

Nehmt Abschied und wünschet ihm gute Reise,
tragt in Euer Herz das Wiederseh’n ein –
betrachtet die Trennung auf eine Weise
die weiß, was ihr hattet

das wird ewiglich sein …©ee

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Lebenssinn.

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Lebenssinn.

Seenebel lastet auf dem Land –
der Tag erhebt sich sehr beschwerlich,
bis dass die Sonn‘ den Weg dann fand
und macht den Tag uns sonnenherrlich.

Weiß tummeln sich in Himmels Blau
die morgendlichen Wolkenschafe –
ich kann mich satt nicht seh’n und schau,
dass ich verscheuch den Rest vom Schlafe.

Ich hör ein fröhlich’ Jubilieren –
merk nicht dass ich es selber bin –
das kann auch nur mir passieren,
in meiner Einfalts Lebenssinn.© ee

ewaldeden2014-06-09

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Balsam des Glücks.

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Balsam des Glücks.

Du hast so ein herrliches Lachen,
deine Stimme so voller Musik –
wenn andere lassen es krachen
lehnst du dich nur lachend zurück.

Die Töne sie rinnen wie Perlen
durch zärtlich sie streichelnde Hand –
es öffnet selbst grobschlächtigst’ Kerlen
den Ausblick auf blühendes Land.

Du hast eine Stimme wie Balsam des Glücks –
so weich und so zart und so schäumend –
einmal drin badend möcht man niemals zurück,
möcht’ ewig von dem Genuß träumen …

© ee

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Des Apfels Kern.

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Des Apfels Kern.

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Hilfst du dir selbst, so hilft dir Gott,
ist ein sehr oft gebrauchtes Wort.
Doch nur wenn wir in echter Not,
ist er für uns ein sicherer Hort.

Wir wäre noch im Paradies,
wenn das Gesetz wir hielten.
als Gott die Menschen einst verstieß,
war`s , weil sie damit spielten.

Wenn böse Kräfte uns bezwingen,
uns Gott die Hilfe Nicht versagt.
Doch wenn wir selbst in Not uns bringen,
hilft nichts, auch wenn man noch so klagt.

So war es Adam einst geschehen,
denn dieses ist des Apfels Kern
und wie wir selbst auch heute sehen,
ist die Zerstörungslust nicht fern.

Uns selbst zu helfen, wie wir sagen,
das scheint uns nicht der Mühe wert.
Wir sitzen hin, nur um zu klagen,
so bleibt das Paradies versperrt.

In jedem Menschenherzen wohnen
das Paradies und auch die Not.
Arbeit für`s Paradies wird lohnen,
denn aus der Not hilft uns auch Gott.

© Chr.v.M.

Getaggt mit ,

Liebe…

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Liebe …

Liebe ist Leben –
Liebe ist Glück –
Liebe kann geben –
Liebe dreht Zeit zurück.

Liebe kann vergeben –
Liebe kann verzeih’n –
Liebe ist das Streben
der Rebe nach dem Wein.

Liebe ist das Werden –
Liebe ist die Macht –
zärtliche Gebärden –
selbst in dunkler Nacht.

Liebe ist der Anfang –
Liebe ist das Sein –
an Liebe führt der Weg entlang –
ganz weit in dich hinein.

Liebe ist das Spüren –
von Liebe überall –
Liebe kann uns führen –
bis hoch ins Himmelsall.

© ee

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Zeitmaß . . .

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Zeitmaß . . .

Sekunden sind der Zeiten Maß –
aus Minuten werden Stunden,
mal sommerhell, mal winterblaß –
die zu Tagen dann gebunden.

Aus diesem Strauß der Zeitentage –
wird ein wochengroß Bukett,
im Monatskorb der Wirtschaftslage –
oft recht mager, selten fett.

Stehn viele Körbe in der Runde –
dann ist es wohl ein volles Jahr –
und schon ertönt die laute Kunde –
vor dir war’n schon viele da.

Doch diese Vielen sind von gestern –
haben die Blüte hinter sich,
was morgen kommt, das sind die Schwestern
schaut ihnen offen ins Gesicht.

Und wenn ihr sie dann gut behandelt –
als Zeit, die sie noch vor euch liegt,
dann seht ihr, wie sie sich verwandelt
und euch als pures Glück zufliegt.

© ee

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Besinnlichkeit

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Besinnlichkeit

Seh ich ein altes Gotteshaus
oder ‘ne alte Mühle
löst es etwas in mir aus
ein Sturm sachter Gefühle

Ein Schwan auf stillbewegtem See
am Rand ‘ne dunkle Buche
von ferne äugt ein scheues Reh
ein Fuchs auf Futtersuche

Der Bauer seine Sichel schwingt
es neigen sich die Ähren
des Schäfers Ruf herüberklingt
will seine Schafe scheren

Des Imkers Pfeife lustig dampft
um ihn herum Gesumme
die Kuh am satten Grase mampft
zufriedenes Gebrumme

Am Feld – im hellen Sonnenlicht
die fleiß’gen Hände fliegen
was am Tage schlägt die Sicht
muß abends unterm Dache liegen

Doch alles liegt lang schon und weit
die Tage sind von Gestern
doch merkt es euch – und seid gescheit
sie sind der Zukunft Schwestern.

© ee

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Der Frühlingswind . . .

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Der Frühlingswind . . .

Der Frühlingswind hat tausend Hände
ich spüre sie von Kopf bis Fuß
die Luft – sie sprengt des Winters Wände
so daß man einfach jubeln muß

in jedem Strauche hört man ‘s singen
die Vögel schlagen Purzelbaum
in Hecken pralle Knospen springen
weißgeschmückt der Kirschenbaum

die Kröten gehen auf die Reise
das Leben ihrer Art erhalten
am Giebel sitzt die kleine Meise
und winkt dem Winter nach – dem kalten

der Mümmelmann spitzt seine Ohren
sind länger noch als sowieso
der Star hat sich ein Haus erkoren
und alle sind unendlich froh

die Menschen lachen – fühl’n sich freier
des Winters Fesseln abgestreift
wer Müller hieß der heißt jetzt Meyer
zum Frühlingsputz wird eingeseift

drum werfet ab die grauen Zwänge
tanzt fröhlich in die bunte Zeit
zieht aus in der Natur Gedränge
und seht – wie ist die Welt so weit

© ee

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Getaggt mit ,

“ Glück diesem Tag.“

Glück dem Tag

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“ Glück diesem Tag.“

Kommt pflückt ein Flüsterwort
aus Schweigen
und bindet uns das Band
auf Zweigen.

Lasst mir die Vögel
lauscher werden
die Knospen brechen Duft
im Reigen

und mit dem ersten Morgenstrahl
fällt dir ein Lied
dann sanft ins Tal.

“ Glück diesem Tag.“

© Chr.v.M.

Getaggt mit ,