Archiv der Kategorie: ewald eden

Steine der Zeit.

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Getaggt mit

Bauer Brink.

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Bauer Brink.

Liebe deinen Besitz

mehr wie dich selber,
als unantastbares Heiligtum,
sagt Bauer Brink –
ihm gehör’n tausend Felder,
und bevor er was abgibt bringt er sich um.

Liebe dich selbst

mehr wie die Liebe,
als größtes Glück auf der Erde –
sagt Bauer Brink,
der mit Hilfe der Diebe
ständig vermehrt seine riesige Herde.

Liebe das Geld

mehr wie das Leben,
es ist eine Gabe des Himmel –
sagt Bauer Brink,
bevor er gegeben
den Knechten das Brot voller Schimmel.

Liebe, wo bist du?

Ich möchte dich fühlen,
in mir da ist höllische Leere –
denkt Bauer Brink,
bevor er versinkt in den kühlen
ewigen Schlaf ohne Schwere.

©ee

Getaggt mit ,

Gefällt…

 

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Gefällt…

Hier liegen sie nun von Mensch gefällt
das Leben hat man ihnen genommen
hat nicht eins und eins zusammengezählt
ist einfach übereingekommen
sie müssen weg die stolzen Bäume

was sollen wir mit ihrem satten Grün
sie beengen nur unsere Lebensräume
und sind sie noch so gut gedieh’n
gedacht gesagt getan beschlossen
da ist der Kreis sich ganz schnell einig

bei so was da wird schnellgeschossen
da wird die Flinte schon mal gleunig
denn sonst hat sie oft Ladehemmung
wenn es ums bewahren geht
da streitet man um die Benennung

und ob Anfang vor dem Ende steht
da schlägt man sich um Nebensachen
da wird ein Furz zum Gegenstand
da könnt’ man öfter drüber lachen
wär’s nicht so schädlich für das Land.

©ee

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Getaggt mit ,

Sommermorgen.

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Sommermorgen.

Der Himmel zeigt die erste Röte –
verschämt noch und erst zögerlich
ein Vogel zwitschert gleich ’ner Flöte
es klingt verhalten heimatlich.

Tautropfen blinken tausendfach
Sind wie das Heer der Sterne
wohl in dem grünen Blätterdach
in armesweiter Ferne.

Der Nebel steigt in breiten Bahnen –
aus tiefen Schluchten licht empor
das sind des Nachtgeist’s Heeresfahnen
sie streben zu des Himmels Tor.

Sie ziehen auf zur letzten Schlacht
bis sie ermattet fliehen
und weichen dann der Sonne Macht
die sie friedlich läßt des Weges ziehen.

©ee

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Getaggt mit ,

Oder nicht?

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Oder nicht?

Gedanken –

Hände in den Deinen
streicheln und zärteln
zärtlich vereinen
was so lange getrennt

Sehnsucht – sie brennt und sie ruht
brennt Löcher ins Herz
hoch schlägt die Glut
ein wildirrer Schmerz

Auf der Suche nach dir
durch weltlose Welten
was fand ich im zeitlosen Raum
nur Plage in verlassenen Zelten

Ich laß’ nicht die Hoffnung
Dich endlich zu finden
den Rest meines Lebens
mich an Dich zu binden

Mit Dir zu lachen an jedem Morgen
auch wenn die Sonne verfinstert ist
Glück erzeugen und nicht borgen
teilen mit dir – auch wenn Du nicht bist

Die Zeit wird es geben
auf das Du mich siehst
ich möchte erleben
daß Du nicht mehr fliehst

…oder nicht ?

©ee

Getaggt mit ,

Worte.

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Menschen mit Worten zu fesseln,
ist die schmerzloseste Art
sie an sich zu binden.

Menschen mit Worten zu geißeln,
ist sie verletzen
ohne sie zu berühren.

©ee

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Getaggt mit , ,

Momentaufnahme . . .

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Momentaufnahme . . .

Der Fluß des Lebens schlägt über die Ufer
was ist mir nur geschehen
von weit begleitet mich ein Rufer
ich höre seine Klage wehen

niemand achtet meine Wege
jeder sieht sich selber bloß
keiner pflegt die Nächstenpflege
die Selbstsucht – die wächst riesengroß

sie wiegt sich wie steinerne Blume
sie klinget wie tönernes Erz
sie bröselt wie trockene Krume
wo find’ ich ein liebendes Herz

die Alten – sie haben gemalet
die Bilder von duldsamer Fron
sie lehrten, daß stets wer bezahlet
des Schicksals genügsamen Lohn

wer nicht die Worte behütet
wer nicht erkennet den Wert
wer mit den Schätzen wütet
der lebet sein Leben verkehrt

gestern – da war’n wir das morgen
heut sind wir der Gegenwart Bild
und jeden Tag Zeit den wir borgen
der schwächet der Zukunft Schild.

©ee

Getaggt mit ,

Keine Hemmungen.

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Keine Hemmungen.

Das Sorgendenken hoch im Kopf –
stiehlt dir so manche schöne Stunde –

läßt nicht die Schmetterlinge fliegen –
sie nicht an Traumesblüten naschen –
macht nur das Gefühl verbiegen –
ist wie ein überflüss’ger Kropf.

Es trägt nicht Lächelns frohe Kunde –
läßt nicht der Liebe Kinder wiegen –
führt nicht des Glückes Glück zum Munde –
hat sich im Sinn schon oft verstiegen.

Nimm froher Lüste Hexenbesen –
halt ihn fest – mit Wollens Hand –
laß’ ihn in Gedanken lesen –
ihn fühlen mit Genußverstand.

Benutz das Schwert der eignen Süchte
als wenn es niemals stumpf gewesen
schlag’ mit ihm des Sehnens Früchte
und spüre wie das Herz genesen.

Es wirkt wie Schlaf in weichen Kissen
wie Sicherheit auf gutem Schiff
du wirst die Ängste nicht mehr missen
der Kurs führt dich um jedes Riff.

Du merkst wie alles in dir fließet
wie Sehnsucht sich im Hoffen wiegt
am toten Stamm das Leben sprießet
die Freude neue Blätter kriegt.

©ee

 

Getaggt mit ,

Kinderspass

Kinderspass

 

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Getaggt mit ,

Das Leben.

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Das Leben ist ‘ne Wundertüte,
steckt voller Überraschungen –
doch was da drin, dank Himmels Güte,
ist wahrlich nicht nur gut gelungen.

Zwischen herzerfreuend’ Dingen
ist gespannt oft Stacheldraht –
drum wird nicht alles gut gelingen,
wenn sich nicht Glück mit Einsicht paart.

©ee

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Getaggt mit , ,