Archiv der Kategorie: Colorsigns

Morgenschübe.

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Morgenschübe.

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mit dem staccato
von gähnenden wachlauten über
noch abgedunkelte nachterinnerung
gestolpert
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dann die übergabe der töne
durch gekippte fenster
ins morgenlicht
entlassen
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brötchen und kaffeduft
umgerührt in die tageserwartung
bis das jetzt den uhrzeiger
von uns weg rückt
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als hätte es
das erwachen
eben
nicht gegeben.
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© Chr.v.M.
Getaggt mit ,

Des Apfels Kern.

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Des Apfels Kern.

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Hilfst du dir selbst, so hilft dir Gott,
ist ein sehr oft gebrauchtes Wort.
Doch nur wenn wir in echter Not,
ist er für uns ein sicherer Hort.

Wir wäre noch im Paradies,
wenn das Gesetz wir hielten.
als Gott die Menschen einst verstieß,
war`s , weil sie damit spielten.

Wenn böse Kräfte uns bezwingen,
uns Gott die Hilfe Nicht versagt.
Doch wenn wir selbst in Not uns bringen,
hilft nichts, auch wenn man noch so klagt.

So war es Adam einst geschehen,
denn dieses ist des Apfels Kern
und wie wir selbst auch heute sehen,
ist die Zerstörungslust nicht fern.

Uns selbst zu helfen, wie wir sagen,
das scheint uns nicht der Mühe wert.
Wir sitzen hin, nur um zu klagen,
so bleibt das Paradies versperrt.

In jedem Menschenherzen wohnen
das Paradies und auch die Not.
Arbeit für`s Paradies wird lohnen,
denn aus der Not hilft uns auch Gott.

© Chr.v.M.

Getaggt mit ,

“ Glück diesem Tag.“

Glück dem Tag

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“ Glück diesem Tag.“

Kommt pflückt ein Flüsterwort
aus Schweigen
und bindet uns das Band
auf Zweigen.

Lasst mir die Vögel
lauscher werden
die Knospen brechen Duft
im Reigen

und mit dem ersten Morgenstrahl
fällt dir ein Lied
dann sanft ins Tal.

“ Glück diesem Tag.“

© Chr.v.M.

Getaggt mit ,

Winter am Meer – gemeinsames.

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Winter am Meer

Winter am Meer zwischen Eiskristallwänden
die Luft knistert und bricht unter den Händen
dämmerblau blitzt der Himmel so sehr
während der Wind mit Tönen von der Weite besticht
hält Meeresgott Neptun sein strenges Wintergericht
ein Boot liegt am Steg in winterlich Schlaf
träumt von sommerlich Tagen
an denen es im Rhythmus der Wellen
morgens Tautropfen traf.© ee

Ewald Eden

winter am meer

wie es knistert sich bricht
unter dem sand
dämmerblau erfriert
in der weite

dort bläst mir der wind
sein scharfes lied
träumt mein boot
einsamstarr vom sommer

klopfen eistropfen
den rhythmus der wellen
harrt sommerferne hoffnungfroh
über der erwarteten neuaussicht

nur zwischen eiskristallen
läuft mir die winterzeit
langsam still – hier
mit der vorfreude.© Chr.v.M.

Christin v. Margenburg

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Getaggt mit ,

Silvesterknaller.

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Silvesterknaller.

wenn nachmittags um drei schon böller fetzen
und auf verschneiten weiden pferde hetzen
wenn abends dann in glotze serien laufen
und in den kneipen sich die herrn besaufen

wenn luftschlangen in tannenbäume hangeln
und kinder sich um chips und nüsse rangeln
wenn Du und ich sich still dann fragen
wo ist das jahr denn nur geblieben

und vorsätze im trommelwind
gehirngespeichert doch verfliegen
dann ist das alte jahr verronnen
das neue dann… wird still begonnen.

© Chr.v.M.

ein gutes Neues Jahr 2017  wünsche ich Euch ALLEN

Christin von Margenburg

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Getaggt mit

Mein Schatten.

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Mein Schatten.

Lege dich
in meine Herzkammer
bleibe bei mir
so lange es schlägt
falte deine Traurigkeiten
zwischen meine Tageshoffnungen
es bricht der Himmel mir
bei jedem deiner Worte auf

Zeitringe um das Handgelenk
welches unseren Faden hält
Dich liebe ich
wie es die Sonne fühlt wenn sie
durch bunte Herbsttage fällt
Dich atme ich mit jedem Wort
immer und immer wieder
mit träumenden Mund.

© Chr.v.M.

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gedrängtes

Getaggt mit ,

dein atem…

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es ist dein gehauchter kuss
auf zartgeschriebenen zeilen
ein streifen deiner seelenflügel
an meiner wange

es ist das öffnen deines herzens
das mich umblättern lässt zum dich lesen
es ist liebe mehr nicht schreibe ich
und du flüsterst mir

– auch nicht weniger –

© Chr.v.M.

 

Ferne.

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Ferne.

Züge sind eingelaufen
Parken auf kühlen Gleisen
Türen schlagen das Tageslicht
Bahnsteige tragen ergeben.

Reisende sind ausgestiegen
Wartende suchen den Ankommenden
Hände tragen die Ferne im Koffer
Herzen klopfen im Betreten des Kommenden.

Reisende sind eingestiegen
tragen die Erinnerung in die Ferne
binden ihre Erwartungen in Gepäcknetze
wandern Gedanken vorwärts.

Züge sind ausgelaufen
rattern dem Ausgang entgegen
stauben die Bahnsteige leer
tropft rotes Schlusslicht auf Bleibende.

© Chr.v.M.

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Getaggt mit

wie jede Nacht.

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Sehnsuchtsträume.

Wie jede Nacht,
an Dich gedacht
am Mond gelehnt
nach Dir gesehnt.

Im Morgengrauen,
Träume abbauen
zwischen Tagesgewühl
es verliert sich Gefühl.

Und abends dann
die Hoffnung wann
ein Wiedersehn
wie wär es schön.

Und dann die Nacht.
An Dich gedacht
am Mond gelehnt
nach Dir gesehnt.

© Chr.v.M.

Getaggt mit

an manchen Tagen…

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An manchen Tagen grau wie diesen
weht Wind mir alle Blätter bunt
Petrus muß alle Blumen gießen
Septemberwetter
nicht`s läuft rund

Auf Sonnenschein muß ich verzichten
Herbsttage sind dann weitaus besser
das Unkraut sprießt in meinem Garten,
die Arbeit dort –  kann nun noch warten
Oktober wird`s dann besser richten.

Bald  flüstert mir das Laub Geschichten
von Schmetterlingen, Bienen, Käfern
von Früchten süß und prall und Schäfer
die ihre Herden landein trieben
an manchen Tagen so wie diesen.

Drum klag ich nicht genieß das Wetter
und was nicht Rund läuft mach` ich Grade
dann scheint der Tag mir auch bald netter
schieb weit weg dieses Wörtchen SCHADE
denn Regen kann Frau auch genießen

sie
braucht
nicht mehr
  den Garten
gießen ….

© Chr.v.M.

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Getaggt mit ,