Archiv für den Monat Mai 2017

Zeitmaß . . .

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Zeitmaß . . .

Sekunden sind der Zeiten Maß –
aus Minuten werden Stunden,
mal sommerhell, mal winterblaß –
die zu Tagen dann gebunden.

Aus diesem Strauß der Zeitentage –
wird ein wochengroß Bukett,
im Monatskorb der Wirtschaftslage –
oft recht mager, selten fett.

Stehn viele Körbe in der Runde –
dann ist es wohl ein volles Jahr –
und schon ertönt die laute Kunde –
vor dir war’n schon viele da.

Doch diese Vielen sind von gestern –
haben die Blüte hinter sich,
was morgen kommt, das sind die Schwestern
schaut ihnen offen ins Gesicht.

Und wenn ihr sie dann gut behandelt –
als Zeit, die sie noch vor euch liegt,
dann seht ihr, wie sie sich verwandelt
und euch als pures Glück zufliegt.

© ee

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Getaggt mit , ,

Besinnlichkeit

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Besinnlichkeit

Seh ich ein altes Gotteshaus
oder ‘ne alte Mühle
löst es etwas in mir aus
ein Sturm sachter Gefühle

Ein Schwan auf stillbewegtem See
am Rand ‘ne dunkle Buche
von ferne äugt ein scheues Reh
ein Fuchs auf Futtersuche

Der Bauer seine Sichel schwingt
es neigen sich die Ähren
des Schäfers Ruf herüberklingt
will seine Schafe scheren

Des Imkers Pfeife lustig dampft
um ihn herum Gesumme
die Kuh am satten Grase mampft
zufriedenes Gebrumme

Am Feld – im hellen Sonnenlicht
die fleiß’gen Hände fliegen
was am Tage schlägt die Sicht
muß abends unterm Dache liegen

Doch alles liegt lang schon und weit
die Tage sind von Gestern
doch merkt es euch – und seid gescheit
sie sind der Zukunft Schwestern.

© ee

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Getaggt mit ,

Erkenntnis…

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Erkenntnis

Wir sind alle kleine Sünder
ein jeder schau mal bei sich nach
und trotzdem sind wir Gottes Kinder
er kümmert sich um unsere Sach’

ist uns auch in vielen Stunden
unseres Lebens nichts gewahr
der Herr hat immer jeden gefunden
ganz gleich an welchem Ort er war

wir können rennen – noch und noch
an Flucht ist einfach nicht zu denken
er läßt uns fallen in ein Loch
wenn wir ihm nicht die Seele schenken

und hast du dich ihm ganz ergeben
von Furcht befreit im Sonnenlicht
er führt dich sicher dann durchs Leben
zur schönsten Freude wird die Pflicht

du siehst plötzlich die grünsten Auen
siehst Menschen lachen – still vor Glück
immer möcht’st du ewig schauen
siehst stets nach vorn – und nie zurück.

© ee

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Der Ort.

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Getaggt mit

Der Frühlingswind . . .

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Der Frühlingswind . . .

Der Frühlingswind hat tausend Hände
ich spüre sie von Kopf bis Fuß
die Luft – sie sprengt des Winters Wände
so daß man einfach jubeln muß

in jedem Strauche hört man ‘s singen
die Vögel schlagen Purzelbaum
in Hecken pralle Knospen springen
weißgeschmückt der Kirschenbaum

die Kröten gehen auf die Reise
das Leben ihrer Art erhalten
am Giebel sitzt die kleine Meise
und winkt dem Winter nach – dem kalten

der Mümmelmann spitzt seine Ohren
sind länger noch als sowieso
der Star hat sich ein Haus erkoren
und alle sind unendlich froh

die Menschen lachen – fühl’n sich freier
des Winters Fesseln abgestreift
wer Müller hieß der heißt jetzt Meyer
zum Frühlingsputz wird eingeseift

drum werfet ab die grauen Zwänge
tanzt fröhlich in die bunte Zeit
zieht aus in der Natur Gedränge
und seht – wie ist die Welt so weit

© ee

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Morgengrüße …

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Morgengrüße …

Zeit nähert sich der Zeitenwende –
ich spür’ es deutlich Nacht für Nacht.
Kaum das ich mich im Schlafe wende
schon wieder Himmels Sonne lacht.

Sie tut dann stets so unbefangen,
als hätt’ sie nächtelang pausiert –
dabei war sie erst grad zu Bett gegangen,
als sie erneut ums Eck rumpliert.

Die Vögel schein’n es zu begrüßen –
das frühe Licht in Gottes Raum,
ihr Singen scheint herauszufließen
aus Apfel-, Kirsch- und Birnenbaum.

Ihr trällern nimmt scheint’s gar kein Ende –
es steigert sich zum Tremolo,
und Star klatscht fröhlich in die Hände –
denn “ König “  ist er sowieso.

© ee

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Steine der Erfahrung…

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Die Steine der Erfahrung
aus der Vergangenheit
laß sie zu Mauern werden
aber nur als Wegbegleit

laß sie Dir nie die Zukunft wehren
bau sie nie quer auf den Weg
sie Dir dann den Lauf erschweren
ob auf Strasse oder Steg

laß nie das Gestern triumphieren
richt’ immer nur nach vorn den Blick
dann werden Blumen Herzen zieren
und Du lebst der Liebe Glück

Blüten werden auf Dich regnen
Farben werden Dich erfreu’n
Seelen werden Dich erquicken
werden um Dich Rosen streu’n

Schmerzen werden von Dir fliehen
im silberweissen Mondeslicht
werden rosa Wolken blühen
Küsse schmeicheln Dein Gesicht

Du fühlst plötzlich liebend Hände
spürst der Sehnsucht heiß Begehr
fliehst der dunklen Schattenwände

und weißt – ich liebe Dich so sehr.

© ee

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Des Morgens Schicksal.

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Des Morgens Schicksal.

Der Morgen hat noch eine ganz dünne Haut
wie mit blassrotem Silber bezogen
er zögernd über den Himmelsrand schaut
als wär’ er gerad’ aus dem Nest geflogen

er reibt sich die nachtmüden Augen
er streckt seine frostkühlen Glieder
er prüft ob sie zum Tage schon taugen
und schüttelt sein helles Gefieder

er schüttelt das letzte Mondlicht heraus
und der Sterne restlich Gefunkel
er langt sich der Sonne Strahlen zum Schmaus
verjagt damit das nächtliche Dunkel

er zieht sich flugs neue Stiefelchen an
die mit den blank gewienerten Schäften
marschiert mit riesigen Schritten sodann
und morgendlich frischen Kräften

am Tageshimmel so quer übers Land
und stetig dem Abend entgegen
bis er am westlichen Himmelsrand
wieder der Nacht dann erlegen

© ee

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Der Moment . . .

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Der Moment . . .

Der Moment – er ist Geschichte
du vernimmst den ersten Schrei
der Schritt vom Mutterleib zum Tageslichte
vom Herzen fällt’s dir schwer wie Blei

Hast lange Wochen – viele Stunden
zermartert dein zerriss’nes Ich
hast nächtens keinen Schlaf gefunden
zu Gott gebetet inniglich

Nun ist es dir – als wenn ihr fliegt
bar aller Ketten – vogelgleich
dein Kind dir in den Armen liegt
einzig – wunderbar und weich

Vergessen ist der Leut’ Gerede
verschwunden ist der Zweifel Stein
das kleine Leben nimmt dir jede
auch noch so große Seelenpein

Auch wenn man an „Behindert“ denkt
so hinter vorgehaltener Hand
dein Kind – das hat dir Gott geschenkt
und sicher nicht als Klagewand.

© ee

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Getaggt mit ,

“ Glück diesem Tag.“

Glück dem Tag

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“ Glück diesem Tag.“

Kommt pflückt ein Flüsterwort
aus Schweigen
und bindet uns das Band
auf Zweigen.

Lasst mir die Vögel
lauscher werden
die Knospen brechen Duft
im Reigen

und mit dem ersten Morgenstrahl
fällt dir ein Lied
dann sanft ins Tal.

“ Glück diesem Tag.“

© Chr.v.M.

Getaggt mit ,