Das Lächeln.

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Das Lächeln

Im Bäckerladen hinter Scheiben –
auf strohgeflocht’nen Matten,
liegt Brot – geschnitten und in Laiben –
zwischen weißen Scheuerlatten.

Die Brötchen lachen aus der Kiepe –
gezackt, gekerbt und hörnchenrund,
kauft sie nur – lacht Bäckers Riepe –
Brot ist allezeit gesund.

Aus der überhitzten Backstub‘ –
schaut des Bäckers rot Gesicht,
am Wickel hat er einen Lausbub‘ –
der hat die Fäuste voller Frücht‘.

Die Frau von Metzgermeister Knochen –
die grad Korinthenbrot gekauft,
hat’s Unheil wohl vorausgerochen –
und sich die roten Haare rauft.

Laß ihn geh’n, den kleinen Schlingel –
sagt sie, und lächelt dabei rund,
sie schenkt ihm noch ’nen großen Kringel –
tut damit ihre Güte kund.

Der Kuchenbäcker brummt versöhnlich –
er scheut den Streit mit Metzgers Grete,
denn für normal und für gewöhnlich –
bringt sie die allermeiste Knete.

Das kommt dem Racker sehr gelegen –
er macht sich aus dem Staube rasch,
bevor er geht, zieht er verwegen –
’ne Bockwurst aus Frau Metzgers Tasch‘.

Und die Moral von der Geschichte –
man sieht es und man ahnt es schon,
Geld bewahrt vorm Strafgerichte –
und Undank ist der Welten Lohn.

© ee

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Ein Gedanke zu „Das Lächeln.

  1. Pholym sagt:

    Hat dies auf Pholym rebloggt.

    Gefällt mir

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