Glaube, Liebe, Hoffnung.

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Glaube, Liebe, Hoffnung

 

Nebel liegt wie Brei über allem
Tröpfchen an Tröpfchen gewebt
knorrige Bäume ins Nichts gefallen
in endlicher Weite die Sagenwelt lebt
vom Turm auf der Klippe der Düne
die Glocke erklingt – unendlich weit
zehn Männer da draußen tun Buße und Sühne
machen sich und ihr Schiff zum Sterben bereit
sie hören die Glocke in tobender See
sie lauschen mit schmerzenden Ohren
das Ruder gedreht von Luv hin nach Lee
drei Strich in Südwest liegt der rettende Hafen
noch sind sie nicht auf ewig verloren

an Backbord da brechen die Wanten
die Wellen zerschlagen den Mast
der Kiel knirscht auf des Riffes Kanten
von Deck verschwindet die Last
der Bug nicht zu sehen
das Heck schwebt auf dem Wellenkamm
für die Mannen unmöglich noch aufrecht zu stehen
Hände und Füße eishart und klamm
plötzlich erschüttert ein ächzen das Schiff
es schüttelt sich und liegt dann ganz still
das Wasser verzieht sich vom sandigen Kliff
Neptun die Mannschaft doch noch nicht will
er wartet und lauert auf neues Versuchen
nie streckt er die Waffen – ist ständig bereit
da hilft nur leis’ beten – vermischt mit laut fluchen
und Hoffen, daß Gott jede Reise begleit’.

© ee

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Ein Gedanke zu „Glaube, Liebe, Hoffnung.

  1. Das ist schön dramatisch, erinnert mich ein klein wenig an Theodor Storm.

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