Momentaufnahme . . .

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Momentaufnahme . . .

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Der Fluß des Lebens schlägt über die Ufer
was ist mir nur geschehen
von weit begleitet mich ein Rufer
ich höre seine Klage wehen

niemand achtet meine Wege
jeder sieht sich selber bloß
keiner pflegt die Nächstenpflege
die Selbstsucht – die wächst riesengroß

sie wiegt sich wie steinerne Blume
sie klinget wie tönernes Erz
sie bröselt wie trockene Krume
wo find’ ich ein liebendes Herz

die Alten – sie haben gemalet
die Bilder von duldsamer Fron
sie lehrten, daß stets wer bezahlet
des Schicksals genügsamen Lohn

wer nicht die Worte behütet
wer nicht erkennet den Wert
wer mit den Schätzen wütet
der lebet sein Leben verkehrt

gestern – da war’n wir das Morgen
heut sind wir der Gegenwart Bild
und jeden Tag Zeit den wir borgen
der schwächet der Zukunft Schild.

© ee

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Frühlingsküsse…

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Frühlingsküsse

Sonnengelb die Tulpe strahlt
blütenstaubig überladen
der Schöpfer hat sie angemalt
bis in den letzten Staubkornfaden.

Mit Farbton der für Leben steht
ob Dotter, Sonne Honigs Gold
ob fühlig weich oder gedreht
durch alles erwächst neues Hold.

© ee

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Eine Antwort auf so manche Frage …

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Eine Antwort auf so manche Frage …

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Ich nannte ein Haus
voller Bücher mein eigen
es waren Vielhunderte an der Zahl
doch wie es nun einmal so ist –

man kann im Leben
dieses und jenes vergeigen
jetzt sind um mich die Wände sehr kahl
das „Wortvoll“ der Bücher
ist nur noch im Kopf

mir schwant was von Blücher
und manch’ anderem Tropf
das denken an Heine und Schreiberkollegen
wie Busch mit Max und Moritz oder Storm

mit seines Schimmels Reiter
bestärkt mich enorm
drum mache ich weiter
und halt mich in Form

reih’ Buchstab’ an Buchstab’
zu Worteskapaden
laß’ Mädchen und Knab’
im Sonnenlicht baden

trete in manch kalten Wintern
oder tief drinnen in nächtlicher Nacht
auch wohl Politiker in den Hintern
wenn sie mal wieder Verderben gebracht

laß wirken die Schönheiten heiler Natur
geißel das schädigend’ Tun vieler Täter
bleibe wie Terrier auf verräterisch’ Spur
oder nenne das Leid vieler Väter

verschließe nicht Auge, nicht Ohr und Gefühl
lasse Dinge sich drehen und wenden
laß`mich nicht irren von Menschens Gewühl
und hoffe mein Tun wird noch lange nicht enden …

© ee

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Kennst du die Antwort ?

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Kennst du die Antwort ?

Wo ist sie geblieben
wo ist sie die Zeit –

die voll war mit lieben
die kannte nicht Streit –

das brennende Feuer der Leidenschaft
erhellte die dunkelsten Stunden –

es zog mich zu dir mit aller Macht
mein Glück daß ich dich gefunden

jetzt suche ich oft
die lodernden Flammen
friere auf einsamen Wegen
wir sind wohl viele Stunden zusammen

doch seh’ ich nicht Blumen
die sich bewegen

ich lebte so gern im blühenden Meer
möchte in Liebe dich wiegen

doch irgendwo kommt Kälte daher

ich frag’
woran mag es nur liegen.

© ee

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Keine Hemmungen.

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Keine Hemmungen.

Das Sorgendenken hoch im Kopf –
stiehlt dir so manche schöne Stunde –

läßt nicht die Schmetterlinge fliegen –
sie nicht an Traumesblüten naschen –

macht nur das Gefühl verbiegen –
ist wie ein überflüss’ger Kropf.

Es trägt nicht Lächelns frohe Kunde –
läßt nicht der Liebe Kinder wiegen –
führt nicht des Glückes Glück zum Munde –
hat sich im Sinn schon oft verstiegen.

Nimm froher Lüste Hexenbesen –
halt ihn fest – mit Wollens Hand –
laß’ ihn in Gedanken lesen –
ihn fühlen mit Genußverstand.

Benutz das Schwert der eignen Süchte
als wenn es niemals stumpf gewesen
schlag’ mit ihm des Sehnens Früchte
und spüre wie das Herz genesen.

Es wirkt wie Schlaf in weichen Kissen
wie Sicherheit auf gutem Schiff
du wirst die Ängste nicht mehr missen
der Kurs führt dich um jedes Riff.

Du merkst wie alles in dir fließet
wie Sehnsucht sich im Hoffen wiegt
am toten Stamm das Leben sprießet
die Freude neue Blätter kriegt

© ee

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Wellen im Sturm…

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Wellen im Sturm

Ich möchte’ die Wellen spür’n und seh’n,
möcht‘ mit ihnen in die Tiefe geh’n –
wie sie mir im Sturm gefährlich,
doch immer auch berauschend herrlich.

Hoch hinauf bis hin zum Strand,
wie eine feste ehern’ Wand –
wo sie dann ihre Ansprüch’ stell’n,
so sind sie nun mal, diese Well’n.

Wenn der Wind zuerst ganz sacht –

als wenn er sich nicht richtig traut –
und später dann mit voller Kraft
kräftig in das Begehren haut,
will ich im kühlen Regen steh’n.

Will spüren der Natur Gewalten –

hab’ keine Angst, Blitze zu seh’n
und lass’ sie einfach Lust gestalten.
Das Peitschen der Zweige im wirren Geäst –
wenn man ahnend sich an Hände fässt.

Das zitternde Tasten hin zum Erleben,
denn vielleicht wird’s ja kein Gewitter sein,
sondern ein urwüchsig‘ Gefühlebeben –

ein Sturm, ein Tosen, ich kann es nicht fassen,
ich muß mein Sein in Lust ihr schenken,
gefesselt im Banne kann ich es nicht lassen
mein Wollen in ihre Bereitschaft zu lenken.

Ein Schütteln, ein Brausen, ein Ohrensausen,
wie Sturmes zerren an sicherer Pforte,
wenn er begehrt Einlass im lieblichen Orte.
Es ist Naturas wilde Pracht,
alles verschlingend mit zehrender Macht.

Forte fortissimo – der letzte Satz –
gestöhnt und geschrie’n in lustvollster Hatz,
und erst wenn Gott es so will,
dann ist es plötzlich wieder still.

Dann schweigt die Lust, dann schweigt das Wollen –
nur drinnen ist es noch am tollen.

Der Mond scheint dann besonders hell,
und zeichnet Konturen an neckischer Stell‘ –
die Lichter spiegeln sich im Nass so beschiedlich,
die Welt ist gewaschen – sie liegt ruhig und friedlich.

Das erfüllte Gesicht erscheint unendlich lieb,
vom Baum tropft nun das, was da so blieb,
und überm Tale da lieget ein Dunst,
ein Bild, gemalet wie füllende Kunst.

Überall rieche ich Regen, eine schöne wilde Welt,
so rein wie pures Leben, einfach mittenrein gestellt.
Nichts ist nunmehr wie es mal war,
alles ist anders – und doch nicht fassbar.

Alles ist anders und ist wunderschön,
weil wir es mit anderen Augen seh’n.

Was ich nicht begreife grad,
ist welche Kraft dies alles hat –
ich schließe die Augen und glaube es kaum,
es war alles ein schöner, ein wildernder Traum.

© ee

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Jung wie ein Kind und frei..

Jung wie ein Kind und frei ..

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Bild und Text bei Ewald Eden

 

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Schwarz auf Weiß…

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Das Abbild des Lebens
ist wie Schwarz auf Weiß –
so ist es gegeben
auf des Schöpfers Geheiß.

Zwei Striche erfüllen
des Daseins Gebühr –
als Inhalt der Hüllen
in Gottes Geführ.

Lass‘ alles Geschnörkel
nur Drumherum sein –
es ist nur Gewerkel,
ist scheiniges Klein.

© ee

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Abschied..

Ewald Eden

© ee

 

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Tag um Tag…

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Der Himmel spiegelt das rötlich der Erde –
vom Blute getränkt der gemeuchelten Schar.
Ich frage mich ob wohl Frieden mal werde,
mit atembar Luft und Wasser trinkklar.

Wann wird Mensch aufhören Bomben zu bauen,
wann wird jedes Kind endlich satt –
wann kann man wieder den Worten vertrauen,
die leichtfertig fallen an Eides statt.

Ich fürchte es wird immer so weitergehen,
das schändliche Spiel um Profit und Macht –
bis auch der letzten Geschöpfe Atem verwehen,
in verseuchter, verstrahlter und ewiger Nacht.

© ee

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